PARODONTOLOGIE
Die Parodontologie ist die Lehre vom Zahnhalteapparat oder Zahnbett. Dieser besteht aus dem Zahnfleisch (Gingiva), dem Wurzelzement, der Wurzelhaut (Sharpey`sche Fasern & Periodont) und dem Alveolarknochen. (Bereich im Schnitt grün markiert) Im übertragenen Sinn ist dies das Fundament des Zahnes. Wie bei einem Haus, ist die Stabilität und Dauerhaftigkeit des Hauses resp. des Zahnes nur gegeben, wenn das Fundament in Ordnung ist.

Die Mundhöhle ist ein ökologischer Mikrokosmos. Sie wird von 300 - 500 verschiedenen Bakterienarten in Mengen von mehreren Millionen besiedelt ! Diese bilden ein ökologisches System, welches bei entsprechender Mundhygiene, guter Gesundheit und intaktem Immunsystem dem Zahnhalteapparat keinen Schaden zufügen, ja sogar als "beschützend" bezeichnet werden kann.
Bei Störungen im oralen Oekosystem können sich pathogene Bakterien unkontrolliert vermehren und es entsteht zuerst eine Entzündung des Zahnfleisches (Fachbegriff: Gingivitis) und bei einer langen Fortdauer dieser, eine Entzündung des Zahnbettes (Fachbegriff: Parodontitis, umgangsprachlich auch als Paradontose bezeichnet). Dabei bilden sich Taschen, in welchen sich die schädlichen Mikroorganismen optimal vermehren und durch die Abgabe von Toxinen den Zahnhalteapparat bis zum Ausfallen der Zähne schädigen können.
Kontollierbare Risikofaktoren sind:
- Schlechte Mundhygiene
- Rauchen
- Stress
- Unregelmässige Kontrollen
Unkontrollierbare Faktoren sind:
- Vererbung
- Andere systemische Erkrankungen
- Alter
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